Über mich Seite

Alles Wissen stammt aus der Erfahrung.

Immanuel Kant (1724 – 1804), deutscher Philosoph

    Esther Wolfram Ihre Beraterin für inklusive Prozesse in Organisationen
    Jeder von uns hat sie: die Erfahrungen. Unsere Person, unser Charakter ist nicht zwingend das, was aus dem Genpool entspringt. Es ist vielmehr die Summe der kleinen und großen Erlebnisse und letztlich unsere ganz individuellen Empfindungen, die aus einer Wahrnehmung eine Erfahrung bilden.

    Wer bin ich? Wer sind Sie? Es bedarf einer gewissen Zeit, unsere „Programmierung“ herauszufinden. Warum reagieren wir auf bestimmte Reize, Situationen oder Personen vielleicht zu gefühlvoll, ablehnend, empfänglich oder gar aggressiv? Wie werden wir Pragmatiker, Optimisten, Pessimisten … empathisch oder egoistisch?

    Bevor Sie mir von Ihren Erfahrungen berichten, sollen Sie hier meine Geschichte kennenlernen.

    Welche Umstände haben mich zu dem gemacht, wer und was ich heute bin:

    Geboren in Wales, wuchs ich als Kind deutscher Eltern mit zwei Sprachen, vielen unglaublich feinfühligen Menschen und einer wunderschönen rauen Küste auf. Ich erinnere mich gern an meine Kindheit in Wales. Dort schien für mich alles wunderbar und perfekt zu sein. Es war die Nachkriegszeit, in der Deutsche in Europa aus bekannten Gründen nicht unbedingt willkommen waren. Trotzdem zog es meine Eltern an die Westküste Großbritanniens. Als Kind fühlte ich mich dort weder fremd noch ausgegrenzt oder unwohl. Ich war ein kleines blondes Mädchen zwischen hauptsächlich dunkelhaarigen Walisern, die durch ihre harte Arbeit im Bergwerk geprägt aber dennoch außerordentlich gefühlvoll waren.

    Mit fünf Jahren wurde ich eingeschult und lernte auf Englisch Lesen und Schreiben. Die Lehrerin nahm sich viel Zeit für mich – wusste sie doch von den schlechten Sprachkenntnissen meiner Mutter, der ich am Abend aus meinen englischen Märchen- und Schulbüchern vorlas.

    Doch dann zogen wir in die große Stadt Berlin. Mit sieben Jahren musste ich mich in einer völlig neuen Umgebung und einer mir fremden Welt zurechtfinden. Bereits damals erkannte ich, dass das Leben nicht immer einfach ist.

    Küste

    In Berlin erfuhr ich zum ersten Mal das Gefühl der Fremdheit.

    Im Gegensatz zu Wales war das soziale Umfeld in Berlin grob und unbeherrscht. Besonders die Lehrer machten mir Angst, da sie für meine Situation kein Verständnis zeigten und manchmal sogar ihr Schlüsselbund oder Tennisbälle nach mir warfen.

    Neben dem Heimweh kam sehr schnell die Erkenntnis, dass ich als feinsinniges und phantasievolles Kind nicht in die laute und aggressive Großstadt passte. In meinem ersten Schuljahr in Berlin brachte ich oft Englisch und Deutsch durcheinander, weshalb ich nicht selten von meinen Mitschülern und den Lehrern gehänselt wurde. Später weigerte ich mich, Englisch zu sprechen. Ich fühlte mich unverstanden, ausgegrenzt und allein.

    Wir können aufgeben oder aber etwas tun und unsere Kraftquellen nutzen.

    Manchmal sind es die kleinen Dinge, die uns beeinträchtigen, oder aber schwere Schicksalsschläge, welche unser Leben von Grund auf verändern. Aber es gibt immer eine Wahl!

    Ich ließ eine Weile den Kopf hängen, besann mich dann aber auf meine Stärken und lernte, meine Kraftquellen zu nutzen.

    So fand ich neue Freunde, lernte mich zurechtzufinden und viele großartige Möglichkeiten, mich weiterzuentwickeln. Im Anschluss an die Schule bildete ich mich weiter und absolvierte auch ein Studium, der Erziehungswissenschaften an der FU Berlin und diverse Ausbildungen, wie die Ausbildung zur systemische Beraterin beim „Zentrum für systemische Forschung und Beratung“ (Hans Rudi Fischer) und zuletzt meine Ausbildung zur „Beraterin von inklusive Prozessen in Organisationen“ (Thomas Fertig). Ich war in unterschiedlichen Bereichen der Pädagogik und Personalentwicklung tätig und nebenbei immer als Coach aktiv.

    Alles fließt! Diesen alten Spruch der Griechen liebe ich sehr. Wenn es mir so richtig gut geht und ich im Flow bin, dann gelingt mir alles wunderbar. Aber es ist nicht immer einfach, locker mal eben im Fluss zu sein.

    Wenn mir heute etwas widerfährt, das mich aus der Bahn wirft, dann erinnere ich mich an meine Kindheit … an den Moment, als ich meine Kraftquelle gespürt habe. Ich knüpfe an meine Ressourcen an, die mir damals halfen, einen Weg zu finden und ich bleibe ganz bei mir. Wie von Zauberhand purzeln dann wieder neue Ideen.

    Statt Angst spüre ich positive Energie.

    Mit diesem Beispiel möchte ich verdeutlichen, dass es wichtig ist, sich selbst zu erkennen und zu wissen, wer man ist und was die Kraftquellen sind, die uns antreiben. Nur so erwächst Freude und innere Freiheit in einem selbst.

    Eine meiner Kraftquellen ist die Selbständigkeit und das Gefühl der Selbstwirksamkeit. Da die Schule für mich als Kind keine gute Lernstätte war, kam Vieles aus mir selbst. Dafür bin ich heute sehr dankbar. Darüber hinaus haben mich meine Erfahrungen zu einem äußerst emphatischen Menschen gemacht. Im Laufe der Zeit entwickelte ich ein Gespür und natürlich Verständnis dafür, wenn Menschen sich ausgegrenzt, einsam und unverstanden fühlen. Durch meine persönlichen Erlebnisse weiß ich, wie wichtig es ist, willkommen zu sein, teilzuhaben und sich entsprechend seiner Fähigkeiten entwickeln zu dürfen. Diese Erkenntnis führte dazu, dass ich mich seit meinem Studium sowohl mit der Pädagogik der Nachkriegszeit als auch mit den philosophischen und soziologischen Studien diverser Freiheitspädagogen befasse, deren Fokus in der Selbstbestimmung, Autonomie und Selbstwirksamkeit liegt. 

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    Esther Wolfram Diplom-Pädagogin, systemische Beraterin (SV), Beraterin für inklusive Prozesse in Organisationen
    Mein Online Projekt und was sagt dieses Projekt über mich aus?

    Mit meinem Podcast-Projekt möchte ich zum Mitmachen anregen und ein konstruktives Netzwerk schaffen. Deshalb freue mich über E-Mails und Zuschriften und lade Sie herzlich ein, als Gastblogger einen Artikel auf meine Website zu stellen. Menschen, die ein tolles Projekt haben, besuche ich vor Ort und/oder lade sie zum Podcast ein.

    Gern unterstütze und begleite ich auch Ihr Projekt. Profitieren Sie von einer vertraulichen Beziehung, meinem pädagogischen Fachwissen und jeder Menge Empathie.

    Esther Wolfram Diplom-Pädagogin, systemische Beraterin (SV), Beraterin für inklusive Prozesse in Organisationen