Agnes Krumwiede stellt sich den Fragen zum Thema Inklusion

Agnes Krumwiede Bundestagskandidatin für Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Wahlkreis 216

Sehr geehrte Frau Wolfram,

hiermit sende ich Ihnen meine Antworten zu:

  1. Wie wichtig ist Ihnen das Thema Inklusion?

Inklusion bedeutet für mich Teilhabe für alle Menschen in unserer Gesellschaft- und das ist mir in zentrales Anliegen.

2. Mit der UN-Behindertenrechtskonvention ist ein großer Schritt nach vorn getan worden. Was wollen Sie, bzw. Ihre Partei hierfür tun?

Wir Grünen setzen uns auf allen Ebenen ein für eine Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Das beinhaltet auch, dass wir bei der Durchführung unserer Parteiveranstaltungen auf Barrierefreiheit achten und die Formulierung unserer Forderungen auch in “leichter Sprache” auf den Websiten unserer Fraktionen anbieten

3. Es gibt 1 Milliarde Menschen mit Behinderungen, ca. 15 % der Weltbevölkerung, und in Deutschland leben ca. 10,2 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Diese Gruppe kann man eigentlich nicht als Minderheit bezeichnen. Warum werden die Probleme dieser Menschen aus Ihrer Sicht als Randthema behandelt?

Wie so oft wenn es um die Bedürfnisse benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen geht, haben diese keine starke “Lobby”. Umso wichtiger ist es, dass sich Parteien in den Parlamenten für diese Gruppen stark machen!

4. Welche Gruppen von Menschen in unserem Land gehören noch dazu, wenn wir uns mit dem Thema der Inklusion beschäftigen?

Für mich ist auch die Stärkung von Teilhabe für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund ein “Inklusions-Thema”. Inklusion betrifft alle, die per se keinen leichten Zugang erhalten z.B. zu Bildung oder zu kulturellen Angeboten. Daher empfinde ich beispielsweise auch Chancengleichheit in der Bildung von der Kita an als einen Bereich mit inklusiver Dimension.

5. Warum werden wahlberechtigte Menschen von der Wahl ausgeschlossen? (https://www.tagesschau.de/inland/btw17/wahl-behinderung-101.htmlWarum ändert sich hier nichts?

Daran muss sich dringend etwas ändern. Über die Gründe kann ich nur spekulieren, ich sehe jedoch in diesem Missstand eine klare Ausgrenzung von Wahlberechtigten!

6. Wie sieht die derzeitige aktuelle Situation bezüglich der schulischen Inklusion aus und wofür setzt sich Ihre Partei ein, bzw. wofür stehen Sie?

Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen in der Bildung kann nur gelingen, wenn für die individuelle Förderung in Inklusionsklassen ausreichend qualifizierte Lehrkräfte vorhanden sind. Daher ist eine Aufstockung qualifizierter Lehrkräfte an Bildungseinrichtungen für mich genauso zentral wie Barrierefreiheit.

7. Was kostet die Inklusion?

Diese Frage kann ich nicht in Zahlen beantworten. Für mich steht hier der “Nutzen” und die Verantwortung im Vordergrund: Eine solidarische Gesellschaft muss sich für alle Mitmenschen einsetzen und ihnen gleichberechtigten Zugang und Teilhabe ermöglichen. Gesellschaftliche Ausgrenzung darf siche eine Gesellschaft nicht leisten!

8. Welchen Nutzen bringt die Inklusion?

“Besondere Menschen” sind eine Bereicherung für unsere Gesellschaft und für unser Miteinander.

9. Was spricht gegen Inklusion?

Nichts.

10. Welches inklusive Projekt liegt Ihnen besonders am Herzen oder wofür setzen Sie sich besonders ein?

In meiner Heimat Ingolstadt gibt es das Kunstzentrum Besondere Menschen (www.tanzwerkstatt.com), die Gründerin ist die Tänzerin Maria Nieves Titze, die seit Jahren mit besonderen Kindern und Jugendlichen arbeitet, viele von ihnen sind körperlich und/oder geistig schwerst “behindert”. Als ich noch Abgeordnete des Deutschen Bundestages war (2009-2013) habe ich die Arbeit von Frau Tietze finanziell unterstützt.

 

Agnes Krumwiede
Bundestagskandidatin für Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Wahlkreis 216 (Ingolstadt, Neuburg an der Donau und Eichstätt) in Bayern (http://www.agnes-krumwiede.de/kontakt.html)

Mit freundlichen Grüßen
Agnes Krumwiede

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