Uwe Schummer MdB

Uwe Schummer MdB,Behindertenbeauftragter der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Kandidat für den Wahlbezirk: Kreis Viersen

Sehr geehrte Frau Wolfram,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 1.9.2017. Gerne sende ich Ihnen meine Antworten auf Ihre 10 Fragen:

1.     Wie wichtig ist Ihnen das Thema Inklusion?

Sehr wichtig. Inklusion und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sind Leitziele.

2.  Mit der UN-Behindertenrechtskonvention ist ein großer Schritt nach vorn getan worden. Was wollen Sie, bzw. Ihre Partei  hierfür tun?

Das Bundesteilhabegesetz hat neue Weichen gestellt. Es muss nun umgesetzt werden. Ein Schwerpunkt der nächsten Legislaturperiode ist die Barrierefreiheit, nicht nur baulich sondern auch in der Sprache.

3. Es gibt 1 Milliarde Menschen mit Behinderungen, ca. 15 % der Weltbevölkerung, und in Deutschland leben ca. 10,2 Millionen Menschen mit einer Behinderung, diese Gruppe kann man eigentlich nicht als Minderheit bezeichnen.  Warum werden die Probleme dieser Menschen aus Ihrer Sicht als Randthema behandelt?

Politik für Menschen mit Behinderungen ist kein Randthema. Das hat auch die intensive öffentliche Befassung mit dem Bundesteilhabegesetz gezeigt, das wir Ende 2016 verabschiedet haben.

4. Welche Gruppen von Menschen in unserem Land gehören noch dazu, wenn wir uns mit dem Thema der Inklusion beschäftigen?

Inklusion bezieht sich auf alle Menschen. Jeder soll von Anfang an überall beteiligt werden. Inklusion ist eine Haltung, die für jeden gilt.

5. Warum werden wahlberechtigte Menschen von der Wahl ausgeschlossen. (https://www.tagesschau.de/inland/btw17/wahl-behinderung-101.html)  Warum ändert sich hier nichts?

Die Unionsfraktion wollte diese Thema mit der Wahlrechtsreform verbinden. Dies ist in dieser Wahlperiode gescheitert. Wir werden in der nächsten einen neuen Anlauf starten.

6. Wie sieht die derzeitige aktuelle Situation bezüglich der schulischen Inklusion aus und wofür setzt sich Ihre Partei ein, bzw. wofür stehen Sie?

Schule ist Ländersache, daher ist die Bildungslandschaft sehr unterschiedlich. Um einheitliche Bildungschancen zu erreichen, wurde nun die Verfassung geändert. Der Bund kann subsidiär die Schulen unterstützen. Dieses Instrument sollten wir auch für die Inklusion nutzen.

7. Was kostet die Inklusion?

Inklusion ist keine Kostenfrage, sondern eine Frage der Haltung.

8. Welchen Nutzen bringt die Inklusion?

Wenn jeder Mensch seine Potentiale in die Gesellschaft einbringt, dann ist dies ein großer Nutzen für alle.

9. Was spricht gegen Inklusion?

Am Beispiel inklusive Schule in NRW können wir sehen, dass Inklusion zwar gut gemeint, aber schlecht umgesetzt werden kann. Inklusion ist ein Systemwechsel, der Zeit braucht und sowohl finanziell als auch fachlich unterlegt sein muss, damit er erfolgreich sein kann.

10. Welches inklusive Projekt liegt Ihnen besonders am Herzen oder wofür setzen Sie sich besonders ein?

Seit 2014 bin ich Vorsitzender der Lebenshilfe in NRW. Wir haben dort großartige inklusive Projekte, die es Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen ermöglichen, gemeinsam zu spielen, zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Besonders wichtig ist mir, diesen Kindern eine Perspektive auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bieten als Alternative zur Werkstatt. Deswegen setzte ich mich für den Ausbau von Inklusionsbetrieben ein. In dieser Wahlperiode haben wir ein 150-Mio-Euro-Förderprogramm aufgesetzt, um mehr Stellen für schwerbehinderte Menschen zu schaffen. Dieses Programm möchte ich fortsetzen.

Partei: CDU
Ihr Name: Uwe Schummer
Ihre Funktion: Behindertenbeauftragter der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Kandidat für den Wahlbezirk: Kreis Viersen
Abgeordneter: MdB
Sonstiges: Mitglied der CDA, Landesvorsitzender der Lebenshilfe NRW

Es grüßt herzlich

Uwe Schummer MdB

Beauftragter für Menschen mit Behinderungen
der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
www.uwe-schummer.de

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